MINIATURMALEREI
ca. 1825-1859
Die Miniaturmalerei hat ihren Ursprung in der mittelalterlichen Buchmalerei. Im 16. Jahrhundert setzte in Europa ein zunehmendes Interesse an kleinformatigen Portaits ein. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war diese Form der kleinen intimen Portraits sehr beliebt und fand erst durch das Aufkommen der Photographie ein jähes Ende.
Miniaturportraits bezeugen im 19. Jahrhundert die Pflege innerfamiliärer Beziehungen und sind Ausdruck für die grosse Bedeutung, die der Freundschaftspflege und der Erinnerungskultur beigemessen wurden.
Mit extrem feinen Pinseln wurde die Öl- oder Aquarellfarben auf unterschiedliche Malgründe, wie Kupferplatten, Papier, Pergament und seit dem 17 Jahrhundert auch auf dünne Elfenbeinblätter aufgetragen. Je feiner und detailgetreuer, desto höher war die Malkunst und technische Versiertheit des Miniaturisten. Mit feinsten Pinseln aufgetragen, sind Härchen und Spitzbesätze zu erkennen, lebendige Gesichtszüge und ein feines Inkarnat (Hautton) sind di Kennzeichen für eine hohe Qualität der Arbeit.
Titel Philip Andreae (Watt), (1801 -1896)
Material Öl auf Elfenbein mit Messingrahmen
Herkunft Schaffhausen
Durchmesser 8 cm